Bundesbank-Chef sorgt sich wegen Finanzmarktkrise
Berlin - Bundesbank-Chef Weber sieht noch kein Ende der Finanzmarktkrise. Es gebe derzeit immer neue Verwerfungen, mehr betroffene Segmente und neue Verluste, die zu weiterem Abschreibungsbedarf führten, sagte Weber der "Bild"-Zeitung. Es handle sich um die schlimmste Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. In den vergangenen Jahrzehnten habe es derart heftige Einbrüche und Probleme an den Märkten nicht gegeben. Allerdings gebe der Arbeitsmarkt Anlass zur Hoffnung. Er rechne nicht damit, dass die Arbeitslosenzahlen 2009 dramatisch steigen werde.
Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst gehen weiter
Potsdam - Die Tarifverhandlungen für die rund 700 000 Beschäftigten der Bundesländer außer Hessen und Berlin gehen heute in Potsdam in die zweite Runde. Die Gewerkschaften fordern eine Lohnerhöhung von acht Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr pro Monat. Die Auszubildenden im öffentlichen Dienst sollen 120 Euro pro Monat mehr bekommen. Als Laufzeit werden zwölf Monate angestrebt. Die Arbeitgeber haben diese Forderung bereits zurückgewiesen, bei der ersten Runde am vergangenen Montag aber noch kein Angebot vorgelegt. Der Tarifvertrag ist bereits am 31. Dezember 2008 ausgelaufen. Im März 2008 waren für die 1,2 Millionen kommunalen und Bundesbeschäftigten für 2008 und 2009 Lohnzuwächse von acht Prozent vereinbart worden.
Urteil im Prozess gegen Ex-Post-Chef Zumwinkel erwartet
Bochum - Im Prozess gegen den früheren Post-Chef Zumwinkel wegen Steuerhinterziehung wird heute das Urteil erwartet. Der 65-jährige Manager hatte am Donnerstag vor dem Landgericht Bochum ein Geständnis abgelegt. Die Hinterziehung der Einkommenssteuer in Höhe von 970 000 Euro sei der größte Fehler seines Lebens gewesen. Dafür übernehme er die volle Verantwortung. Die Staatsanwaltschaft wirft Zumwinkel vor, zwischen 2001 und 2006 Einnahmen aus einer von ihm selbst 1986 in Liechtenstein gegründeten Stiftung den Finanzbehörden verschwiegen zu haben. Daraus sei ein Steuerschaden von 1,18 Millionen Euro entstanden.
Bund übernimmt angeblich Milliardenkosten für Atommülllager Asse
Berlin - Die Steuerzahler müssen die Milliardenkosten für das einsturzgefährdete Atommülllager im niedersächsischen Asse übernehmen. Die "Berliner Zeitung" berichtete, in einem Koalitionsantrag zur geplanten Novelle des Atomgesetzes heiße es, die Kosten für den Weiterbetrieb und die Stilllegung solle der Bund tragen. Damit weiche die Koalition von dem Grundsatz in dem Atomgesetz ab, nachdem die Verursacher von Atommüll für den Betrieb und die Stilllegung von Endlagern aufkommen müssen. Die Koalition begründe ihr Vorhaben mit den "Besonderheiten der Schachtanlage Asse", in der radioaktives Material im Rahmen der atomaren Forschung eingelagert worden sei.
Islamwissenschaftler kritisiert Studie zur Integration
Osnabrück - Der Islamwissenschaftler Alboga bezweifelt die Aussagefähigkeit einer Studie des Berlin-Instituts, wonach türkische Einwanderer schlechter in Deutschland integriert sind als andere Zuwanderergruppen. Eine solche Behauptung müsse wissenschaftlich erst noch bestätigen werden, sagte Alboga der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Solche Aussagen zu formulieren falle häufig leichter, als sie dann tatsächlich auch an wissenschaftlichen Standards gemessen zu verifizieren. Alboga betonte, in Deutschland lebten viele erfolgreiche türkische oder türkischstämmige Unternehmer, Mediziner, Schauspieler, Autoren und Journalisten.
30. Saarbrücker Filmfestival beginnt
Saarbrücken - In Saarbrücken beginnt heute das 30. Filmfestival Max Ophüls Preis. In den vier Wettbewerben können mit abendfüllenden und mittellangen Spielfilmen, Kurz- und Dokumentarfilmen insgesamt mehr als 70 000 Euro gewonnen werden, wie die Veranstalter in Saarbrücken mitteilten. Lange Dokumentarfilme laufen in diesem Jahr erstmals in einem eigenen Wettbewerb. Zum Jubiläum erwarten die Veranstalter viele namhafte Gäste aus der Film- und Fernsehbranche. So haben sich die Schauspielerinnen Nadja Uhl, Katja Flint und Franziska Petri sowie ihre Kollegen Ulrich Noethen, Axel Prahl und Max Riemelt angesagt. Erwartet werden zudem die Regisseure Volker Schlöndorff, Stefan Ruzowitzky und Joseph Vilsmaier.
Amy Winehouse droht Ärger wegen eines Liebesbriefs
London - Skandalsängerin Amy Winehouse könnte ihr letzter Liebesbrief an Noch-Ehemann Blake Fielder-Civil teuer zu stehen kommen. Fielder-Civil wolle das Schreiben im Scheidungsverfahren nutzen, um eine Millionenabfindung zu erhalten, meldet das Magazin "News of the World". In dem Liebesbrief habe die 25-Jährige beteuert, dass sie mehrere neue Alben speziell für ihn schreiben wolle. Fielder-Civils Scheidungsanwälte argumentierten nun, dies beweise, wie wichtig er für Winehouses Karriere sei und dass er sie zu ihren Welthits inspiriert habe. Deshalb gehöre ihm auch die Hälfte ihres Vermögens von knapp elf Millionen Euro.
Woche beginnt mit Sonne und Wolken
Offenbach - Die neue Woche startet mit einem Mix aus Sonne und Wolken. Heute scheint nach Nebelauflösung die Sonne, teils ist es stärker bewölkt, es bleibt aber trocken, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilte. Die Höchstwerte liegen zwischen null Grad in Niederbayern und fünf Grad im Rheinland. Bei trübem Wetter kann es leichten Dauerfrost geben. In der kommenden Nacht ist es teils klar, teils bedeckt oder neblig und vereinzelt fällt etwas Schnee oder Schneegriesel. Die Temperaturen fallen auf null bis minus sieben, über Schnee bis minus zehn Grad. Morgen überwiegt wechselnd wolkiges, gebietsweise auch heiteres Wetter. Im Süden und Osten sind die Wolken dichter, dort ist vereinzelt etwas Schnee möglich. Die Tagestemperaturen erreichen Werte zwischen minus eins und vier Grad.